| Untersuchungsmaterial: | Citratplasma gefroren (CP) |
| Präanalytik/Hinweise: | Bitte das - bis zur Markierung exakt - gefüllte Citratröhrchen zur Vermeidung von Gerinnseln direkt nach der Entnahme mehrfach vorsichtig schwenken. Sofort für mindestens 15 min. bei mindestens 1500 x g zentrifugieren. Plasma / Überstand vorsichtig unter Benutzung einer Pipette abheben und in ein Zweitröhrchen ohne Zusatzstoffe (Nativröhrchen) überführen. Das Röhrchen bitte als Citratplasma kennzeichnen, einfrieren und gefroren versenden. Kein Blut aus liegenden Kathetern abnehmen. Bei zusätzlicher Anforderung von Gerinnungsfaktoren (Faktor II bis XIII) wird zusätzlich mindestens ein weiteres Röhrchen gefrorenes Citratplasma benötigt. |
| Methode: | Turbidimetrie |
| Dimension: | % |
| Ansatztage: | bei Bedarf |
| Indikation/Bedeutung: |
- Thrombophilie-Screening - Verdacht auf angeborenen oder erworbenen Protein S-Mangel |
| Durchführung: | Mo, Di, Mi, Do, Fr |
| Interpretation: |
Protein S ist ein weiter… Protein S ist ein Glykoprotein, das Vitamin K abhängig in der Leber synthetisiert wird. Protein S wirkt in Gegenwart von Phospholipiden und Kalzium als Kofaktor von Protein C bei der Inaktivierung der Faktoren Va und VIIIa. 40% des Protein S kommt in freier Form vor, 60% ist an das C4b-binding Protein gebunden. Nur die freie Form des Protein S wirkt als Kofaktor des Protein C. Ein Protein SMangel führt folglich zu einer Thrombophilie. Er kann angeboren oder erworben sein. Angeborener Protein S-Mangel: Typ I: Teilweise erniedrigte Konzentration an freiem Protein S und Gesamt-Protein Typ II: Normale Konzentration an freiem und Gesamt-Protein S, aber erniedrigte Aktivität. Typ III: Normale Gesamt-Protein S-Konzentration mit erniedrigtem Anteil an freiem Protein S und somit erniedrigter Aktivität. Ursachen eines erworbenen PS-Mangels: 1. Vitamin K-Mangel oder Dicoumaroltherapie. Zusätzlich sind Vitamin K-abhängige Faktoren (II, VII, IX und X) erniedrigt, sodass ein erhöhtes Blutungsrisiko besteht. 2. Systemische Therapie mit Geschlechtshormonen, Schwangerschaft, Lebererkrankungen und bestimmte chronischen Infektionen wie AIDS 3.Disseminierte intravasale Koagulopathien (DIC), tiefe Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien 4.Frühstadien entzündlicher Prozesse (vorübergehende Verringerung der Protein S-Aktivität)
5.Chronisches oder vorübergehendes Auftreten von Anti-Protein S-Autoantikörpern, u.a. bei Kindern mit Windpocken (selten).
|
| Weiterführende Analysen: | s. Thrombophilie-Diagnostik |
| Labor: | Moers |
| Abrechnungsziffer (EBM): | 32224 |
| Abrechnung GOÄ (Ziffer und Kosten): | 3954 (€ 30,16) |
| beide Geschlechter | ||
|---|---|---|
| 0 Monate | 29,0 - 115,2 % | |
| von 1 Monat - 4 Monate | 33,3 - 153,9 % | |
| von 5 Monate - 10 Monate | 51,8 - 138,4 % | |
| von 11 Monate - 4 Jahre | 60,2 - 148,8 % | |
| von 5 Jahre - 9 Jahre | 66,5 - 161,5 % | |
| von 10 Jahre - 16 Jahre | 52,5 - 147,1 % | |
| von 17 Jahre - 120 Jahre* | 63,5 - 149,0 % | |
Darstellung der Altersangaben: "von" bezieht sich auf das (den) begonnene(n) Lebensjahr(monat); "bis" auf das (den) abgeschlossene(n) Lebensjahr(monat).
* Der Referenzbereich für Erwachsene wird für ältere Personen fortgeschrieben, wenn nicht in verschiedene Altersgruppen differenziert wird. Es liegt bisher keine Untersuchung dazu vor.
Die Kosten werden für den i. d. R. genutzten 1,15-fachen GOÄ-Satz dargestellt. Wird die Untersuchung nicht in Ihrem regionalen Labor durchgeführt, erfolgt die Analyse in dem Labor, das im Leistungsverzeichnis genannt ist. In diesem Fall gilt der dort für die Untersuchung angegebene Preis.